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Fahrt nach Molfsee
10.September 2021

GEW-Fahrt nach Molfsee
Besuch des Jahr100Hauses

Volker Spönemann, 11.September 2021

Ein wenig fremd wirken sie schon, die beiden hoch aufragenden Baukörper des neuen Gebäudes „Jahr100Haus“ in Molfsee. Fremd und vertraut zugleich. Vertraut ist die Form des Daches, das die äußere Gestaltung der großen historischen Gebäude auf dem Gelände des Freilichtmuseums Molfsee aufgreift und modern übersetzt. Fremd und trotzdem warm anmutend ist die äußere Hülle, ein Baukörper verkleidet mit rostendem Stahl, rotbraun in einer Farbfamilie mit den in unserem Bundesland häufig anzutreffenden Tondachziegeln und Klinkern des Mauerwerks.
So zeigten sich die zwanzig PensionärInnen des GEW-Kreisverbands Steinburg denn auch sehr beeindruckt von der Gestalt und Gestaltung des neuen Eingangs- und Ausstellungsbereiches in Molfsee. Zugleich waren die Neubauten auch der konkrete Anlass für den GEW-Kreisvorstand nach langer Corona-Pause dieses Ziel für eine Tagesfahrt anzubieten. 
Obwohl der Zuspruch noch etwas verhalten war, bestiegen am 10.9.2021 zwanzig TeilnehmerInnen in Itzehoe den Bus. Ein wenig hinderlich waren die einzuhaltenden Coronamaßnahmen schon, aber dennoch war die Freude über das Wiedersehen mit ehemaligen KollegInnen nach der pandemiebedingten Pause groß.
In Molfsee erfolgte der inzwischen bekannte (Luca)Check-In im neuen Eingangsbereich unter dem Dach der beeindruckenden massiven und trotzdem hellen Holzkonstruktion, die die Stahleindeckung trägt. 
Nach kurzer Pause und einem ersten schnell genossenen Kaffee begann die Führung durch die neu konzipierte Ausstellung „Ein JAHR100 in Schleswig-Holstein. Land. Leute. Leben“.
Zunächst bekam die Gruppe einen Überblick über die Entstehung des Gebäudes, dann ging es ins Unterschoß, welches die Ausstellungsräume beherbergt.
Hier wurde uns auf 920 Quadratmetern ein Panoptikum des Alltags erläutert, dessen Objekte besondere Geschichten über das Leben der Menschen in Schleswig-Holstein der vergangenen 100 Jahre erzählen – in einzelnen Kapiteln. Sie heißen „Rhythmus“, „Mobilität“, „Beschäftigung“, „Konsum“, „Kommunikation & Beziehungen“ und „Sicherheit“.
Im Fokus stehen so banale Dinge wie ein Lastenfahrrad (heute politisch wieder aktuell!):
Es (er)trägt mühelos seine Lasten - Eisenwaren, Wandfarben und noch vieles mehr ist mit dem Rad aus dem Jahr 1934 aus Wilster transportiert worden. Aber auch aus heutiger Sicht leichtsinnige und undenkbare Geräte, wie das Schuhdurchleuchtungsgerät aus den 50er Jahren aus Preetz werden gezeigt. Wofür ist das gut? Kunden konnten mit Hilfe von Röntgenstrahlung durch Schuh und Fuß hindurch leuchten und den guten Sitz eines Schuhes beurteilen. Auch ein Gegenstand aus dem Jahr 1972 ist zu sehen - die Fackel, mit der die olympische Flamme von München nach Kiel getragen worden ist, stand damals im Fokus der Weltöffentlichkeit, heute ist sie Teil der Geschichte unseres Bundeslands.
Schlaglichtartig beleuchtet die Schau Objekte und die Geschichten, die mit ihnen verknüpft sind, berichtet von Menschen und Schicksalen und erzählt insbesondere von den kleinen, oft als selbstverständlich wahrgenommenen Dingen, die das Leben letztendlich ausmachen.
Nach etwa einer Stunde endete die Führung. Die TeilnehmerInnen unserer Fahrt nutzten die Zeit bis zur Rückfahrt individuell, etwa durch einen Spaziergang über das weitläufige Außengelände, ausführlichere Unterhaltungen mit länger vermissten Bekannten oder eine Tasse Kaffee in der „Alten Meierei“.
Pünktlich um 18.30 Uhr erreichte der Bus wieder Itzehoe. Beim Abschied wurde deutlich, dass alle KollegInnen erleichtert waren, wieder eine Stück Normalität erleben zu können. Gleichzeitig wurde der Wunsch nach weiteren Unternehmungen geäußert. Dem kann abgeholfen werden.
Adresse

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